An der Universität von Maastricht haben Forscher entdeckt, dass Fettzellen im Bauchbereich nicht nur Speicher von überschüssigen Kalorien sind. Diese Fettzellen sind ähnlich wie ein Organ deren Aufgabe es ist, chemische Botenstoffe in andere Körperteile zu schicken. Diese könnten für ein gesteigertes Risiko für Krebs oder Herzanfälle verantwortlich sein. Es wurden mehr als 20 Hormone und auch andere bisher unbekannte Substanzen gefunden, die das Körperfett ins Blut abgibt.
Unter den Hormonen die von Fettzellen produziert werden ist unter anderem auch Leptin, welches den Appetit steuert. Bisher konnte jedoch noch nicht geklärt werden, was die von Fettzellen produzierten Proteine im Körper wirklich anrichten können. Insgesamt konnten 80 verschiedene Proteine identifiziert werden. Darunter sind 20 unbekannte Proteine.
Auch andere Studien geben Hinweise auf diese Entdeckung. So hat schon Anfang 2010 Rudolf Weiner vom Krankenhaus Sachsenhausen über die bariatrische Chirurgie zur Beseitigung von schwerer Adipositas berichtet. So hatte sich hier die Zahl der Diabetes Patienten verringert und auch die der Hypertoniker war nur noch halb so hoch.
Die Reduzierung der Fettzellen könne ein wesentlicher Grund dafür sein, dass sich der Zustand der Erkrankten so schnell gebessert hat. Doch eine erfolgreiche Operation allein reiche nicht. Zudem müsse man seinen Lebensstil nachhaltig ändern.